Geisenfeld. Wie lassen sich bezahlbarer Wohnraum und eine klimafreundliche, verlässliche Wärmeversorgung in Einklang bringen? Diese Frage stand im Zentrum eines Ortstermins an einem kommunalen Wohngebäude in Geisenfeld, an dem unter anderem der Bundestagsabgeordnete Christian Moser und Martin Ecker, 1. stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV), teilnahmen.
Das besichtigte Gebäude umfasst neun öffentlich geförderte Wohnungen und setzt bei der Wärmeversorgung auf eine moderne Pelletheizung. Melanie Böck, Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft Geisenfeld mbH, erläuterte die Beweggründe für diese Wahl: Neben der hohen Betriebssicherheit sei vor allem die langfristig günstige Energieversorgung für die Mieterinnen und Mieter das ausschlaggebende Kriterium für das Heizsystem gewesen.
Kritik an Bürokratie und politischer Unsicherheit
Im Anschluss an die Besichtigung fand ein intensiver Austausch über die aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen statt. Im Fokus standen das sogenannte „Heizungsgesetz“ (Gebäudemodernisierungsgesetz – GModG) sowie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Martin Ecker nutzte die Gelegenheit, um MdB Christian Moser konkrete praxisnahe Vorschläge für den weiteren Gesetzgebungsprozess mit auf den Weg zu geben.
Wie wichtig verlässliche politische Leitplanken sind, verdeutlichte Christian Brummer, Inhaber eines modernen Heizungsbaubetriebs. Er schilderte die wachsenden Herausforderungen in der Kundenberatung. Durch sich fortlaufend verändernde und teils unklare Rahmenbedingungen seien verlässliche Aussagen gegenüber der Kundschaft derzeit kaum möglich. Die Folgen:
Die Teilnehmer waren sich einig, dass für ein Gelingen der Wärmewende mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie auf politischer Ebene dringend erforderlich sind, um Investitionen in moderne, erneuerbare Heizsysteme wieder anzukurbeln.